#247 - Gold kaufen für Anfänger: Warum Gold statt Sparen auf dem Konto?
Shownotes
Dein Geld liegt auf dem Girokonto. Du kommst jederzeit ran und alles scheint sicher. Warum also Gold kaufen? Die meisten erwarten an dieser Stelle die klassischen Argumente wie Inflation oder Crash-Vorsorge.
In dieser Folge gehe ich einen ganz anderen Weg.
Ich zeige dir drei ungewöhnliche, tiefgehende Argumente für Gold als Geldanlage, die kaum jemand so betrachtet.
Dabei stelle ich grundlegende Fragen:
- Warum gibt es überhaupt unser Girokonto-Geld und woher erhält es seinen Wert?
- Wie kommen wir im Denken vom kurzfristigen Verfügen hin zu echtem langfristigem Vermögenserhalt?
- Warum glauben fast alle Generationen, ihr Finanzsystem sei diesmal wirklich stabil, obwohl das in der Geschichte noch nie stimmte?
Eine ehrliche und nachdenkliche Folge für Einsteiger, die verstehen wollen, warum immer mehr Menschen Gold kaufen und es als sinnvolle Ergänzung zum Girokonto sehen - auch ohne Weltuntergangsszenarien.
Schreib mir gern: post@ronnywagner.com
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dein Geld liegt auf dem Girokonto.
00:00:02: Du kommst jederzeit dran, die Bank funktioniert und alles läuft!
00:00:06: Warum also Gold?
00:00:08: Du erwartest jetzt vielleicht die üblichen Argumente von mir – Inflation, risikendes Euro oder der nächste große Finanzcrash?
00:00:15: Aber darum geht es mir gar nicht Denn hinter der Frage sollte ich gold besitzen steckt eine andere Eine die sich die meisten Menschen nie stellen nämlich warum vertrauen wir eigentlich dem was wir geld nennen?
00:00:32: Wenn wir über Geld auf dem Konto nachdenken, vergessen wir oft einen entscheidenden Punkt.
00:00:38: Sein Wert beruht nicht auf einer materiellen Eigenschaft – unser Guthaben auf dem konto ist kein physischer Gegenstand sondern besteht letztlich aus Zahlen auf einem Bildschirm.
00:00:48: Dass diese Zahlen für Waren, Dienstleistungen oder andere Vermögenswerte eingetauscht werden können liegt nicht an ihrer eigenen Substanz.
00:00:57: Es liegt einzig allein daran dass wir alle ihre Gültigkeit akzeptieren.
00:01:02: Wir vertrauen darauf, dass andere Menschen sie ebenfalls akzeptiert werden – morgen, nächste Woche und in zehn Jahren!
00:01:11: Wir vertrauen auf Banken, den Staat, das Finanzsystem und die gemeinsame Übereinkunft, dass dieses Geld einen Wert besitzt.
00:01:20: Genau dieses kollektive Vertrauen macht Geld zu Geld.
00:01:24: Es ist so tief in unserem Alltag verankert, dass wir kaum noch darüber nachdenken….
00:01:29: Doch nur weil etwas selbstverständlich erscheint, bedeutet das nicht dass es unveränderlich oder für alle Zeit garantiert ist.
00:01:36: Denn Geldsysteme verändern sich!
00:01:38: Gold ist in diesem Zusammenhang interessant, weil sein Wert nicht von denselben Voraussetzungen abhängt.
00:01:45: Es benötigt keine Bank, keine Zahlungsinfrastruktur und keine politische Institutionen um als vermögenswert zu existieren….
00:01:53: Sein Preis mag schwanken, doch seine Existenz hängt nicht vom Funktionieren eines bestimmten Geldsystems ab.
00:02:00: Aber das ist noch nicht alles!
00:02:02: Der zweite Punkt ist fast noch wichtiger.
00:02:05: Gold zwingt uns dazu langfristig zu denken.
00:02:08: Geld auf dem Konto ist jederzeit verfügbar – es kann mit wenigen Klicks ausgegeben, übertragen oder für neue Vorhaben eingeplant werden.
00:02:17: Gold funktioniert anders.
00:02:19: Es wird in der Regel nicht gekauft, um es in wenigen Wochen wieder zu verwenden sondern um Vermögen über längere Zeiträume aufzubewahren.
00:02:27: Der Fokus verschiebt sich von kurzfristigen Entscheidungen hin zur Frage wie Kaufkraft und Vermögend über Jahre oder Jahrzehnte erhalten werden können.
00:02:36: Deshalb ist Gold für viele Menschen ein Werkzeug, um langfristiger zu denken.
00:02:41: Wer Gold kauft schaut meist nicht jeden Tag auf den Kurs und fragt sich ob er morgen drei Prozent höher oder tiefer steht.
00:02:48: Stattdessen rückt die Frage in den Vordergrund, wie kann ich sicherstellen dass meine Kaufkraft auch im Jahrzehnten noch erhalten ist?
00:02:57: Für meine Rente für unvorhergesehene Situationen oder vielleicht sogar für meine Kinder und Enkel.
00:03:04: Und dann gibt es noch einen dritten Gedanken, den ich dir mitgeben möchte.
00:03:07: Fast jede Generation entwickelt irgendwann die Überzeugung das ihr Finanz- und Wirtschaftssystem stabiler, intelligenter und besser steuerbar sei als alles, was zuvorexistiert hat.
00:03:20: Vor dem Ersten Weltkrieg herrschte vielerorts die Vorstellung dass die eng verflochtene Weltwirtschaft große Krisen unwahrscheinlich mache.
00:03:28: Vor der Finanzkrise VIII vertraute man auf komplexe Modelle, die Risiken bis ins Detail berechnen sollten – und heute entsteht schnell der Eindruck das Datenmengen, Algorithmen und künstliche Intelligenz wirtschaftlicher Entwicklungen immer genauer vorhersagen können!
00:03:43: Doch die Geschichte zeigt ein anderes Muster.
00:03:46: Systeme, die besonders gut vernetzt und hoch entwickelt sind wirken oft stabil – bis sie es plötzlich nicht mehr sind!
00:03:53: Ein politischer Konflikt Eine überschuldete Bank eine Immobilienblase oder ein einzelnes Ereignis kann reichen um eine Kettenreaktion auszulösen, die vorher kaum jemand auf dem Schirm hatte.
00:04:06: Komplexe Systeme lassen sich steuern und beeinflussen aber nie vollständig beherrschen.
00:04:12: Sie reagieren auf Menschen, Entscheidungen und Zufälle.
00:04:16: Und genau deshalb überraschen sie uns immer wieder!
00:04:19: Gold steht für das Gegenteil dieser Illusion totaler Kontrolle.
00:04:22: Sein Wert hängt nicht von Prognosen, Modellen oder politischen Versprechen ab – es kann nicht beliebig vermehrt, nicht beschlossen und nicht neu definiert werden.
00:04:32: Genau deshalb dient es vielen Menschen als wichtige Ergänzung zum Geld auf dem Konto.
00:04:37: Als Vermögenswert dessen Wert nicht davon abhängt ob das Finanzsystem stabil bleibt oder sich verändert.
00:04:44: Am Ende geht es nicht darum, dass das Girokonto schlecht ist oder Gold grundsätzlich besser – Es geht um die eine grundlegende Unterscheidung.
00:04:54: Geld auf dem Konto ist Teil eines Systems, das auch Vertrauen, Institutionen und gemeinsamen Regeln basiert.
00:05:02: Gold steht außerhalb davon!
00:05:04: Es benötigt keine Garantie, keine Zentralbank um das zu bleiben, was es ist.
00:05:11: Gold ist ein Gegenpol zudem, was wir im Finanzsystem als selbstverständlich betrachten – obwohl es das nur so lange ist wie genug Menschen daran glauben.
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