#235 - Krieg, Krisen und die Angst, jetzt Geld anzulegen (mit Madlen Haß)
Shownotes
Du weißt, was du mit deinem Geld tun solltest, und machst es trotzdem nicht. Angesichts der Weltlage entstehen Zweifel, Ängste, Prokrastination und die Sorge, etwas Grundlegendes zu übersehen.
Finanzielle Entscheidungen in Krisenzeiten - geprägt von Krieg, Inflation und unsicheren Märkten - stellen viele Menschen vor große Herausforderungen. Gerade bei Geldanlage, Rücklagen, Altersvorsorge und Investitionen fällt es schwer, klare Entscheidungen zu treffen, aus Angst, fatale Fehler zu machen.
Viele führen das nur auf die äußeren Umstände zurück: Politik, Krisen und wirtschaftliche Entwicklungen.
Doch genau hier liegt ein Denkfehler.
In dieser Folge spreche ich mit Madlen Haß (Pädagogin, Unternehmerin und Mutter) darüber, wie unser Umgang mit Geld geprägt wird - und warum viele Erwachsene genau deshalb bis heute handlungsunfähig bleiben. Wir übersehen, wie stark unser eigenes Selbst- und Weltbild jede finanzielle Entscheidung beeinflusst.
In dieser Folge erfährst du:
- Woran du erkennst, ob wirklich die äußeren Umstände dein Problem sind - oder deine unbewussten Geld-Muster
- Warum sich viele Menschen bei finanziellen Entscheidungen trotz Wissen blockieren
- Wie sich unser Umgang mit Geld schon früh einprägt - und bis heute wirkt
- Wie du verhinderst, dass deine Ängste an die nächste Generation weitergegeben werden
- Wie du aufhörst, nur durchzuhalten und wieder einen Umgang mit Geld findest, der dir und deinen Kindern bzw. deinem Umfeld Sicherheit gibt.
Mehr über Madlen und ihre Schulen findest du hier: www.schlausitz.de
Schreib mir gern: post@ronnywagner.com
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Transkript anzeigen
00:00:00: Du weißt, was du mit deinem Geld tun solltest und machst es trotzdem nicht.
00:00:04: Denn in den letzten Wochen und Monaten spitzt sich bei vielen Menschen ein Gefühl zu.
00:00:09: Finanzielle Absicherung wird immer dringlicher – und unsicherer!
00:00:14: Krieg, geopolitische Spannungen und steigende Preise erhöhen den Druck und lassen viele nur noch reagieren statt proaktiv entscheiden.
00:00:23: Man möchte jetzt nichts falsch machen und irgendwie alles zusammenhalten….
00:00:28: Aber genau hier liegt auch ein blinder Fleck.
00:00:30: Wir suchen die Ursachen fast nur im Außen, in Krisen, Politik und Märkten.
00:00:37: Aber die entscheidenden Weichen werden in uns selbst gestellt – in unserem Denken, in unseren Prägungen, in dem was wir über Geld und die aktuelle Weltlage für wahrhalten!
00:00:48: Darüber spreche ich heute mit Madeleine Haas, Pädagogin, Unternehmerin.
00:00:54: In Folge zweihundertzehn haben wir darüber gesprochen, wie Eltern verhindern können das Kinder negative Geldglaubenssätze entwickeln.
00:01:03: Heute gehen wir dahin wo es wirklich unbequem wird und sprechen darüber warum du der Krise mehr Macht gibst als sie eigentlich hat welche Ängste deine Kinder von dir übernehmen obwohl du es anders willst Und wie Du wieder einen Umgang mit Geld findest der Dir und deinem Umfeld Sicherheit gibt.
00:01:25: Hallo Madeleine, schön dass du wieder da bist.
00:01:27: Hallo Ronny, schön das ich wieder da sein darf!
00:01:29: Es
00:01:29: ist mir wie immer eine Freude dich hier in meinem Podcaststudio begrüßen zu dürfen.
00:01:34: Ja Madelein letztes mal haben wir auch schon ne ganze Menge über diese Themen diskutiert natürlich auch nur angerissen.
00:01:41: heute Mal eine Folge wo wir versuchen das etwas weiter auseinanderzuziehen und in die Tiefe zukommen.
00:01:47: Wir haben darüber beim letzten Mal gesprochen das Kinder zwischen dem vierten und zehnten Lebensjahr ihre Glaubenssätze über Geld entwickeln.
00:01:55: Heute möchte ich einen Schritt weitergehen, denn es entsteht mit der Zeit etwas größeres.
00:01:59: Eine finanzielle Identität also eine Art inneres Weltbild darüber wie Geld wirklich funktioniert wer man selbst im Umgang damit ist und was im Leben überhaupt damit möglich ist.
00:02:11: Genau Ronny das ist nämlich tatsächlich enorm wichtig gerade in diesen chaotischen Zeiten.
00:02:19: Ich erlebe meine Eltern gerade dass die sich große Sorgen machen rund ums Geld.
00:02:25: Sie haben Ängste, Eigenängst oft alte Prägung, die vielleicht auch noch mitspielen aber... ...die werden dann wieder ganz unbewusst an die Kinder weitergegeben.
00:02:35: Jetzt höre ich häufig Die Politik ist dran schuld, die Wirtschaft ist dran Schuld also irgendwas was im Außen ist das man selbst wirklich nicht kontrollieren kann.
00:02:45: und ja da spielt natürlich eine Rolle.
00:02:48: Aber
00:02:49: Ich glaube was oft übersehen wird ist, dass die finanzielle Realität zu einem ganz großen Teil auch das Ergebnis des eigenen Weltbildes ist.
00:03:00: Nämlich was hat man für Überzeugung und welche hat man dann vielleicht auch bewusst hinterfragt oder eben nicht hinterfragt?
00:03:09: Und genau da wollen wir ja heute ansetzen und schauen wie uns diese inneren Bilder-und Glaubenssätze beeinflussen oder sie erst mal überhaupt sichtbar machen!
00:03:21: Viele erwachsene Kenya-Situationen wie diese, sie lesen zum Beispiel ein Artikel über Altersvorsorge und denken sich ja gut darum müsste man sich eigentlich mal kümmern.
00:03:29: Da lebe ich jeden Tag in meine Arbeit, in meiner Beratung.
00:03:34: Es gibt viele Menschen die meinen Podcast hören und sich dann sagen aber Mensch habe ich erstmal so grundsätzlich verstanden Aber ich warte doch lieber erst einmal ab.
00:03:42: Gerade in diesen chaotischen Zeiten spüren viele die Konsequenzen davon ganz konkret nämlich steigende Preise Die Unsicherheit nimmt zu das Gefühl finanziell nicht wirklich vorbereitet zu sein, beschleicht viele und trotzdem wird das Thema immer wieder und immer weiter aufgeschoben.
00:03:58: Obwohl man eigentlich rational, wenn man rational an die Sache herangeht wissen sollte oder wissen muss dass man eigentlich etwas tun sollte.
00:04:05: Man hat ja das Problem als solches erkannt.
00:04:07: also worauf warten?
00:04:09: du sagst also dahinter steckt ein ganzes Weltbild?
00:04:13: Ja Und ich gehe sogar den Schritt weiter und sage, das beginnt tatsächlich schon sehr früh in der Kindheit.
00:04:20: Weil unsere Kinder sind unglaubliche Beobachter.
00:04:24: Sie sind Nachahmer!
00:04:26: Die schauen ganz genau hin.
00:04:28: wie verhalten sich die Eltern oder wir als Erwachsene beim Bezahlen?
00:04:32: Sind wir nervös?
00:04:33: Oder manche Familien wird sogar gestritten um das
00:04:36: Geld?!
00:04:38: Was passiert wenn es zum Beispiel Krisen gibt... Lösungen wird da aktiv nachgesucht oder wird da wieder im Außen.
00:04:46: Da ist ja die Wirtschaft, die Politik, alle anderen sind dann dran schuld und manchmal wird Handeln sogar schlecht geredet.
00:04:56: Daraus übernehmen Kinder eine bestimmte Identität und bestimmte Verhaltensweisen und entwickeln daraus natürlich ihre eigene Deutung von der Wirklichkeit.
00:05:09: Also wenn Geld zu Hause ständig mit Stress, Angst oder Spannung verbunden ist.
00:05:15: Dann denkt ein Kind nicht meine Eltern gehen schwierig mit Geld um?
00:05:19: Das Kind denkt oder verinnerlicht.
00:05:21: Aha!
00:05:22: So ist Geld und so ist also das Leben.
00:05:25: Und dann fühlt sich für das Kind natürlich die Welt sehr schnell an wie einen Ort in dem Geld Druck macht.
00:05:34: Also Konflikte auslöst in der Familie das Sicherheit grundsätzlich brüchig ist, selbst dann wenn man objektiv vielleicht ein schönes Zuhause hat und es gar nicht so sein muss.
00:05:44: Und wenn dann solche Erfahrungen über Jahre hinweg sich wiederholen entsteht etwas tieferes... ...und dann formt sich natürlich auf unser Thema auch bezogen eine Art Geldidentität also ein inneres Bild wer wie mit Geld umgeht und in was für einer Welt mit Geld, man eigentlich lebt.
00:06:07: Das war sogar ein Wortspiel.
00:06:10: Was heißt das jetzt ganz genau?
00:06:12: Wer man selbst im Ungarn mit Geld ist... was meinst du damit?
00:06:16: Na ja!
00:06:17: So wie ich es vorgelebt bekommen habe, so gehe ich dann auch in die Welt und gehe mit Geld dementsprechend um.
00:06:26: Okay, das ist mir noch nicht ganz klar, Madeleine.
00:06:28: Machst du mir vielleicht mal einen Beispiel oder unseren Zuhörern, dass wir das vielleicht besser greifen können?
00:06:34: Also, damit es greifbarer ist.
00:06:35: Stell dir vor ein Kind das in einem Elternhaus aufwächst, wo ständig Sätze fallen.
00:06:42: am Ende nimmt der Staat das und sowieso alles weg.
00:06:44: alle sind gegen uns.
00:06:46: was dabei über die Jahre entsteht Ist nicht nur eine Meinung Es ist dann auch ein tiefes Lebensgefühl.
00:06:53: Und dieses Lebensgefühle von Ohn macht ich kann ja nichts machen.
00:06:56: So wird wie etwas Ich kann's ja überhaupt nicht gestalten.
00:07:00: Die ganze Welt ist gegen mich.
00:07:03: Das ist wichtig zu verstehen, das ist dann keine einmalige Aussage.
00:07:08: Sondern eine Erfahrung die immer wieder vorgelebt wird.
00:07:12: und genau dieses Gefühl in dem man groß wird halten später die Menschen für ihre Realität.
00:07:20: dabei ist es im Kern aber ja nur eine Sichtweise.
00:07:25: also dasselbe Kind würde in einem anderen Umfeld aufwachsen in einer anderen Familie Dann würde es ja höchstwahrscheinlich auch anders denken, anders fühlen, anders handeln.
00:07:36: Ein ganz anderes Selbstbild haben!
00:07:38: Okay... wie würden sich denn diese zwei Versionen eines Menschen heute in diesem aktuellen Umfeld?
00:07:45: Wie würden die dann
00:07:46: handeln?!
00:07:47: Die eine Version dieses Menschen zieht sich eher zurück, konsumiert vielleicht viele Nachrichten und schiebt da natürlich wichtige Entscheidungen immer wieder auf.
00:07:57: Der andere exakt dieselbe äußere Situation Der bleibt, wie vorhin schon beschrieben handlungsfähig.
00:08:03: Der stellt dann Fragen was kann ich jetzt konkret tun?
00:08:07: Was muss ich zum Beispiel machen um mich gut aufzustellen?
00:08:10: also außen die gleiche Realität aber zwei unterschiedliche Reaktionen und Ich bin überzeugt davon dass der Grund dafür nicht primär in den Umständen sondern in den inneren Welten in denen die Menschen leben besteht.
00:08:27: Jetzt habe ich es verstanden.
00:08:28: Was können den Eltern jetzt konkret tun, damit ihr Kind Handlungsfähigkeit erlebt statt sich später ausgeliefert oder passiv zu fühlen?
00:08:37: Was empfiehlst du?
00:08:39: Na ja, ich denke ein ganz wichtiger Schritt ist erst mal dass wir uns als Eltern oder dass die Eltern immer wieder bewusst machen Es beginnt bei mir selbst Also bei den Eltern und die Kinder erleben das ganz genau wie wir wirklich mit Geld umgehen und wie wir uns dabei fühlen.
00:08:56: Und die haben so ein ganz feines Gespür auch dafür, spiele ich nur was vor?
00:09:00: oder ist das echt?
00:09:04: Genau daraus steht dann Ihre Realität.
00:09:08: Erleben Sie das Geld als etwas, was uns überfordert oder eher als etwas mit dem man umgehen kann?
00:09:15: Deshalb hilft es enorm... den Alltag immer transparent zugestalten.
00:09:20: Das hatten wir am letzten Podcast eigentlich auch schon als Haupthighlight, dass man sagt, man ist authentisch und die Kinder immer wieder mit einbeziehen, dass es transparent bleibt.
00:09:30: Zum Beispiel in dem man ehrlich sagt das Thema macht mir manchmal Sorgen aber gleichzeitig kommen lass uns gemeinsam überlegen wie wir gut damit umgehen können.
00:09:39: Und wie sieht das ganz konkret aus?
00:09:41: Ganz konkret, wie dann Beispiel... Also nicht einfach das können wir uns nicht leisten.
00:09:45: Das ist ja so dieser typische Spruch sondern bewusst machen heute entscheiden wir uns dagegen weil wir erstmal etwas anderes haben wollen und dafür sparen.
00:09:55: oder bei größeren Wünschen jetzt bei Kindern, dass man sagt okay das kostet zum Beispiel sag mal hundertzwanzig Euro.
00:10:02: Lass uns gemeinsam überlegen wie lange müssen wir dafür sparen je nachdem wie das Kind ja auch Taschengeld bekommt oder im familiellen Haushalt mit Geld umgegangen wird und dass das Kind also weiß aha!
00:10:12: Bei größeren wünschen überlegen wir gemeinsam wie lange brauchen wir dafür umzusparen?
00:10:16: Und so erlebt ihr das Kind ganz konkret.
00:10:19: Geld ist nichts dem man ausgeliefert ist sondern etwas mit dem kann man umgehen.
00:10:25: Das ist interessant, weil viele Eltern ja so etwas wie das können wir uns nicht leisten.
00:10:31: Ja eigentlich sagen um die Familie zu schützen.
00:10:34: Total aber Schutz durch Angst hat immer seinen Preis.
00:10:38: absolut.
00:10:38: Kinder lernen ja dabei nicht Entscheidung zu treffen sondern Probleme zu vermeiden und dass wollen wir ja eigentlich nicht.
00:10:44: Und genau das nehmen sie dann mit ins erwachsenen Leben Nicht als eine bewusste Strategie Sondern eher so ein Gefühl Lieber nicht falsch machen als aktiv zu gestalten.
00:10:56: Das erlebe ich ja auch in meiner Praxis immer wieder, dass das oft bei vielen Menschen bis ins erwachsenen Leben aktiv ist.
00:11:02: diese Sichtweise, diese Passivität – das hat natürlich große Folgen weil wenn sie auf der einen Seite erst mal erkannt haben, dass es eigentlich jetzt der richtige Schritt ist in der aktuellen Situation den da nicht zu gehen und das kann fatale Konsequenzen haben Die meisten bleiben stattdessen in einem vertrauten Gefühl von Vorsicht und Ohnmacht, so nehme ich das wahr.
00:11:22: Und vermeiden genau das was ihre Situation eigentlich verbessern könnte selbst wenn die Umstände schwierig sind.
00:11:28: Staaten spielen verrückt Politiker sind außer Rand und Band die Währung kollabieren oder neue Krisenherde entstehen.
00:11:36: aber genau in so einem Umfeld ist man ja nicht komplett handlungsunfähig.
00:11:41: Das muss man den Leuten auch immer wieder klar machen Und genau das ist in meinen Augen auch der große Irrtum.
00:11:46: Die Ohnmacht, die viele empfinden, ist oft weniger Realität als vielmehr ein inneres Muster dem sie folgen, dass sich eigentlich wie Realität anfühlt aber es nicht ist.
00:11:57: Ja und genau da wird's besonders spannend wenn mein Selbstbild nämlich davon geprägt ist, dass ich vorsichtig und skeptisch sein muss um in dieser Welt klarzukommen dann natürlich fühlt sich investieren eben nicht an wie eine nüchterne oder sachliche Entscheidung, sondern fast so ... Wie ein kleiner Verrat an mir selbst.
00:12:21: Und oft kommt noch was ganz anderes dazu nämlich ein tiefes Misstrauen.
00:12:26: Das, was du ja gesagt hast gegenüber Märkten, gegenüber Systemen auch ganz oft gegenüber anderen Menschen und manchmal am Ende sogar gegenüber der eigenen Entscheidung die man dann mal getroffen hat.
00:12:40: Und deshalb ist es so wichtig zu verstehen, dass Menschen selten nach dem handeln was sie rein rational wissen.
00:12:48: Sondern eher nach dem was sich innerlich für sich stimmig anfühlt.
00:12:53: und dieses Gefühl basiert eben nicht oft auf aktuellen Fakten sondern auf dem was wir als Kind im Umgang mit Geld gelernt und dann logischerweise auch verinnerlicht haben.
00:13:04: Da beschleicht mich gerade ein Gedanke zu dieser zu deinem Gedanken.
00:13:09: Heißt das, ich sollte nicht vorsichtig oder skeptisch sein wenn meine Eltern mir das aus guten Gründen vorgelebt haben?
00:13:17: Ich sehe ja Vorsicht und Skepsis können sehr wertvoll sein beim Thema Geld.
00:13:23: Die entscheidende Frage finde ich ist machen sie dich handlungsfähig Oder blockieren Sie Dich?
00:13:32: eine gesunde vorsicht wurde ich sehen heißt ich prüfe Dinge informiere mich Ich gehe dann Schritt für Schritt vor.
00:13:40: Aber ich tue etwas, ich handle!
00:13:42: Also jetzt wenn die Ampel grün zeigt macht das ja durchaus auch mal so... Da sind wir
00:13:45: nach rechts und links zu gucken genau.
00:13:48: Und Ohnach dagegen fühlt sich oft wie Vorsicht an.
00:13:51: Führt aber dazu dass man nachher gar nichts mehr entscheidet?
00:13:56: Und daran erkennt man den Unterschied.
00:13:58: Wenn du dauerhaft nicht ins Handeln kommst wirkt sehr wahrscheinlich kein realistisches Urteil mehr sondern Du hast ein Selbst- und Weltbild, was Trügerisch ist.
00:14:11: Okay, Madeleine das habe ich jetzt verstanden.
00:14:15: für mich heißt es nicht fehlendes Wissen ist das eigentliche Problem sondern unser selbst beziehungsweise unser Weltbild Und dass es eben tief in uns verankert weil durch Jahrzehnte lange Erfahrung es gewachsen ist.
00:14:31: kann Ich denn dann eigentlich mit meinem Podcast hier einpacken?
00:14:36: Nein.
00:14:37: Im Gegenteil, finanzielle Bildung ist extrem wichtig!
00:14:42: Aber sie greift nur dann wenn sie auf ein Selbstbild trifft und das Selbstbild muss bereit sein zu handeln.
00:14:49: Viele Menschen wissen ja dass es sinnvoll ist sein Geld zu streuen langfristig zu investieren.
00:14:55: Und was machen Sie?
00:14:56: Sie machen's trotzdem nicht weil es sich innerlich irgendwie unangenehm anfühlt.
00:15:02: Es braucht beides einerseits also verstehen Also wissen darüber, wie Geld funktioniert und das liefert ja dein Podcast.
00:15:10: Also niemals nicht einpacken.
00:15:11: Gott sei Dank!
00:15:12: Und auch die Bereitschaft sich ehrlich zu fragen ist das was ich über Geld glaube eigentlich wirklich meine eigene Erfahrung oder habe ich sie irgendwann nur übernommen aus dem Elternhaus?
00:15:25: Großelternhaus nachdem wo man aufgewachsen ist und natürlich in welche Schule man gegangen ist
00:15:30: also den Ackerboden prüfen richtig vorbereiten gut dünnen damit dann die Saat ausgebracht werden kann, also das Wissen dann darauf auf furchtbaren Boden so mit fällt und ich dadurch eine bessere Entscheidungsgrundlage habe wenn beides gut miteinander harmoniert.
00:15:46: Und im Idealfall legen wir dafür ja schon sehr früh den Samen nämlich in der Erziehung ganz klar.
00:15:54: wie machst du denn das in deiner Schule eigentlich?
00:15:57: Wir versuchen Kindern möglichst früh diese Erfahrungen schon zu vermitteln.
00:16:01: Ich kann mit Geld verantwortungsvoll umgehen Und wir machen das ganz konkret erlebbar.
00:16:08: Zum Beispiel unsere fünften und sechsten Klassen fahren ja immer zur Klassenfahrt segeln, dann bekommt jede Gruppe ihren eigenen Bungalow.
00:16:17: Und zu ihrem Bungalo natürlich auch ein festes Budget für die Verpflegung, für die ganze Woche wo sie dann auf Klassefahrt sind.
00:16:24: Das heißt Sie müssen also selbst planen was kaufen wir ein?
00:16:28: reicht das Geld für die ganzen Zeit?
00:16:30: wofür geben wir es aus?
00:16:33: Worauf verzichten wir?
00:16:34: vielleicht bewusst, weil das Geld ist nicht hergibt.
00:16:37: Es ist ja eine Gruppe mit ganz unterschiedlichen Typen Kindern und plötzlich wird für sie das Geld total greifbar.
00:16:44: also Sie kriegen es wirklich auch in die Hand noch?
00:16:46: Es ist nicht mehr abstrakt oder mir irgendwie mit Angst besetzt sondern etwas womit Sie jetzt praktisch umgehen können und ganz allein gestalten dürfen.
00:16:55: Also Sie merken dann Jetzt müssen wir gemeinsam abstimmen Wir müssen Entscheidungen treffen Wir tragen Verantwortung.
00:17:03: In solchen Momenten entsteht etwas ganz Wichtiges.
00:17:07: Ich kann das, ich kann mit Geld umgehen... ...ich kann planen und mit Geld gestalten.
00:17:15: Und das prägt sich viel tiefer als jede Regel die man Ihnen vorher theoretisch erklären konnte.
00:17:22: wenn Sie es selbst erleben!
00:17:23: Das kann dann natürlich passieren und das ist auch passiert dass dann schon Mitte der Woche der Kühlschrank doch nicht mehr so gefüllt ist, aber noch viel Mayonnaise und Ketchup da ist.
00:17:33: Also auch diese Erfahrung zu machen sind wichtig und diese Erfahrungen machen später den Unterschied.
00:17:41: Man muss die Dinge wirklich erleben und erfahren...
00:17:44: Erleben und erfahren sind gute Stichworte denn das kam jetzt gerade bei deinen Worten auch so einen Sinn.
00:17:50: Es gibt ja Menschen esoterische Menschen, die sagen man kann sowas auch verändern indem man mit positiven Affirmationen morgens vor dem Spiegel steht und sich sagt, ich bin erfolgreich oder ich ziehe Geld magisch an.
00:18:05: Wie siehst du das eigentlich?
00:18:06: Wie sieht das der Pädagoge in dir?
00:18:09: Ich denke es ist absolut möglich dass man solche Prägungen auch als Erwachsener verändern kann aber aus meiner Sichtweise nicht in der Regel dadurch, dass man morgens vorm Spiegel sticht und sich irgendwelche neuen Sätze vorsagt.
00:18:23: was wirklich wirkt ist etwas anderes.
00:18:26: Identität verändert sich durch Erfahrung.
00:18:29: Immer wiederholtes Handeln, wiederhohltes Erleben.
00:18:34: Mal ein Beispiel aus unserem Alltag wie ich das meine ist der Umgang mit Verantwortung.
00:18:40: Bei uns gibt es zum Beispiel verschiedene Chefposten.
00:18:42: Es gibt Kinder die trauen sich am Anfang überhaupt noch nicht zu eine Aufgabe zu übernehmen.
00:18:48: Die denken dann eher da schaffe ich nicht oder Ich mache bestimmt etwas falsch und hier bringt's Wenig, ähnlich wie die Sache mit dem Spiegel.
00:18:58: Veränderung passiert erst wenn das Kind eine konkrete Erfahrung macht.
00:19:02: zum Beispiel übernimmt es einmal den Dienst.
00:19:05: Wir haben immer noch einen zweiten dabei vielleicht im ersten nochmal unsicher Mit der Unterstützung des anderen und dann merkt da boah dass funktioniert Und beim nächsten mal geht ist dann schon etwas leichter.
00:19:15: und dadurch dass wir das ja vierzehn Tage im vierztagerhythmus machen Ist nach mehreren Wiederholungen plötzlich ein ganz anderes gefühlter.
00:19:23: Ich kann Verantwortung übernehmen, ich kriege das hin.
00:19:27: Und genau so verschiebt sich das Selbstbild nicht durch Worte sondern durch das Erleben.
00:19:33: und bei Erwachsenen ist es im Kern ganz identisch.
00:19:37: wer sich zum Beispiel lange nicht zutraut finanzielle Entscheidungen zu treffen der wird nicht sicherer weil er sich nämlich einredet dass er's kann sondern erst wenn er anfängt kleine Entscheidung zu treffen.
00:19:51: Erfahrung zusammen Und dann merkt, ich komme zurecht und ich kann das lernen.
00:19:56: Und dann schaffe ich es auf!
00:19:58: Was sagt denn die Erziehungswissenschaft dazu?
00:20:00: Warum das so ist?
00:20:01: Naja aus der Pädagogik- und Neurowissenschaft wissen wir dass unser Gehirn extrem anpassungsfähig ist.
00:20:09: Es verändert sich nicht durch das was wir uns vornehmen sondern durch das, was wir tatsächlich erleben.
00:20:16: Wenn wir etwas wiederhol tun und dabei merken Ich komme zu Recht, es funktioniert Ich werd nicht abgelenken.
00:20:24: Dann werden genau diese Erfahrungen im Gehirn abgespeichert und natürlich verstärkt, und das wiederum heißt?
00:20:31: Unser Gehirne orientiert sich an der erlebten Realität!
00:20:35: Wie könnte das denn für unsere wachsenden Zuhörer aussehen die leider nicht auf deiner Schule waren sondern eine andere Schulbildung genossen haben?
00:20:44: Ja, für deinen Hörer könntest du aussehen ich beginne kleine Beiträge zu investieren Gehe damit natürlich auch bewusst kalkulierte Risiken ein und ich erlebe, ich komme damit zurecht.
00:20:59: Und bei kalkulierbaren Risiken natürlich, ich bleibe auch ruhig.
00:21:03: Genau dadurch verschiebt sich dann langsam das Selbstbild.
00:21:08: Das ist nicht nach einer Woche.
00:21:10: Identität verändert sich ja immer durch viele kleine konsistente Erfahrungen über Monate und manchmal natürlich auch über Jahre Und nicht nur durch einen einzelnen Mutingschritt, sondern durch wiederholtes Erleben.
00:21:25: Ich bin handlungsfähig!
00:21:27: Ich kann etwas
00:21:28: tun!".
00:21:28: Ja Madling das bekomme ich tatsächlich auch oft als Feedback gerade von Menschen die zum ersten Mal eine gewisse Summe in Gold anlegen.
00:21:34: Die sogenannten Ersttäter wenn sie ihre Besitzurkunde bekommen oder dass gold wirklich mal tatsächlich physisch in den Händen halten.
00:21:41: Das macht was mit denen.
00:21:43: Das merkt man, wenn man ihnen die Augen schaut.
00:21:46: Manche sagen ganz direkt, ich fühle mich jetzt irgendwie reicher.
00:21:50: Andere sagen, ich schlafe jetzt ruhiger!
00:21:51: Ich bin die Last los oder die Sorgen los und faktisch hat sich ja erst mal nur die Form des Geldes verändert.
00:21:59: Nichts anderes ist passiert.
00:22:01: Es ist nicht mehr Geld hinzugekommen?
00:22:04: Die Gestalt hat sich noch verändert Aber innerlich tut das was mit einem.
00:22:09: Und genau daraus entstehen dann die nächsten Schritte.
00:22:11: Plötzlich wird nicht mehr nur gespart, sondern geplant.
00:22:14: Es wird über Streuung nachgedacht, über weitere Möglichkeiten und das kommt nicht durch Theorie, sondern durch diese konkrete Erfahrung.
00:22:20: Das merke ich ganz deutlich.
00:22:24: Siehst du auch so?
00:22:25: Dass es das bewirken kann?
00:22:27: Hast du vielleicht ... Du hast ja auch ... Hast du schon mal Gold gekauft?
00:22:29: Natürlich!
00:22:30: Und wie hat sich das angefühlt?
00:22:31: Herrlich!
00:22:33: Und ist auch schön immer wieder mit rauszunehmen.
00:22:37: Ja, das ist ein sehr schönes Beispiel.
00:22:39: Im Grunde sind Erwachsene da gar nicht so anders als Kinder.
00:22:44: Nur je länger wir warten, desto stabiler werden unsere alten Muster und desto mehr Wiederholung braucht es dann auch um diese wieder zu verändern.
00:22:55: Madeleine lass uns das alles noch mal bisschen zusammenfassen was die wichtigste Botschaft aus dieser Folge?
00:23:02: Die wichtigste Botschaft aus der Folge ist du bist geprägt Und Prägung kann man verändern.
00:23:09: Durch bewusstes, wiederholtes Handel.
00:23:12: Prima!
00:23:13: Madeline vielen Dank.
00:23:14: wenn sich jetzt Zuhörer für deine Arbeit interessieren die Menschen finden die Kontakttaten von dir.
00:23:20: in der Folgenbeschreibung können Sie sich direkt an dich wenden wenn es da weitere Fragen gibt.
00:23:23: In der nächsten Folge die wir geplant haben und die wir gemeinsam aufnehmen geht es darum wie unser Belohnungssystem uns steuert.
00:23:31: Wir schauen uns an wie Kinder lernen zwischen sofortiger Bedürfnisbefriedigung und dem Aufschieben von Belohnung zu unterscheiden.
00:23:38: Und warum uns diese Fähigkeit als Erwachsene oft wieder entgleitet?
00:23:44: Denn wir sind ja getrieben von Impulsen, Konsum, Panikkäufen oder Entscheidungen aus sozialem Druck!
00:23:51: Wie schaffen wir es nicht länger spielbar unserer Impulse zu sein sondern wieder selbst zu entscheiden wie wir
00:23:57: leben?!
00:23:58: Und wie geben wir genau das an unsere Kinder weiter?
00:24:02: Ich freue mich sehr auf die nächste Folge mit dir, geplant das in etwa einem Monat.
00:24:07: Bist du bereit?
00:24:08: – Ich
00:24:08: bin bereit!
00:24:09: – Das freut mich.
00:24:11: Lass es dir gut gehen bis dahin.
00:24:12: – Du auch.
00:24:13: – Freue mich dich wieder zu sehen.
00:24:14: Bis bald.
00:24:15: Tschüss.
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